Wie mit der Krise umzugehen ist

Ich habe heute festgestellt, daß mich politische Nachrichten zunehmend abstoßen. Auch die von Alternativen Medien, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es nützt mir nichts. Informationen z. B. über bestimmte neue Verbote oder Regelungen werde ich schon mitbekommen, wenn ich hier in meinem Lebensumfeld unterwegs bin.


Das hat dazu geführt, daß ich heute an Zeitungskästen und Plakaten vorbeigelaufen, und Bildschirme im ÖNV nicht verfolgt habe. Der Reflex hinzuschauen, war durchaus noch millisekundenhaft vorhanden, konnte aber in Schach gehalten werden, was ich nur als ungemein wohltuend bezeichnen kann. Die Aufmerksamkeit bleibt von Unnützem frei.


Was die Maske angeht: Die trage ich pro forma, so daß ich noch durch die Nase frische Luft bekomme. Damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn ich schädige mich nicht durch das Einatmen der verbrauchten Luft, falle aber trotzdem kaum auf, da die Maske ja teilweise im Gesicht sitzt; ich kann jedoch, falls mich jemand drauf anspricht, die Maske für die Person auch über die Nase ziehen (was mir bisher sehr selten passiert ist, weil es die meisten nicht juckt). Die Maskenzone im Innenstadtbereich meide ich soweit wie möglich sowieso.


Was mir hier wichtig ist: Damit habe ich auch das Thema für mich zufriedenstellend abgeklärt, ohne mir da jetzt noch viel einen Kopf drum machen zu müssen. So läßt es sich für mich effektiv und konfliktfrei durch dieses Kollektiv bewegen, wie Wasser, das um die Widerstände herumfließt.


Was in diesem Kollektiv so abgeht, was diese Menschen da noch bewegt, was sie sich da reinziehen, das muß mich ja gar nicht beschäftigen. Ich brauche das für mein Leben nicht. Ich kann da nämlich sowieso nichts ändern, und selbst wenn ich es könnte: Was hätte ich davon? Ich muß vielmehr schauen, daß ich hier mein Leben halbwegs auf die Reihe kriege. Die Gesellschaft wird mir da nicht helfen. Und sei sie noch so nett und zuvorkommend. Da ist es sogar besser, sie ist so, wie sie jetzt ist, vielleicht sogar noch unbarmherziger und kälter, weil ich mich damit noch mehr auf meine eigene Situation besinnen muß.