Machtstrukturen und deine Rolle darin

Verfilmungsreifer Traum:



Ich bin in einer Art Film, indem ich ein Rätsel lösen muß. Ich befinde mich nämlich in eine Art Gefängnis wie Matrix aus dem es zu entkommen gilt. Auch findet eine Art politische Machtübernahme statt.


Es gibt mehrere verschachtelte Ebene einer Geschichte, in der es darum geht, daß nur wenige Menschen sehen können, daß manche Menschen nicht normale Körperformen haben, sondern aus bloßen Würfelstrukturen bestehen, ohne Gesichter, ähnlich wie Legomännchen wirken, nur halt eckiger und mimiklos.


In der darüberliegenden Ebene weiß niemand um diesen Vorfall, um diese Wesen; ich habe jedoch Visionen, daß sich diese Okkupation auch in die obere/normale Welt ausbreiten wird, also steige ich in eine untere Welt ein, wo gesunde Menschen bzw. Menschen, die sehen können, bereits unterjocht werden.


Ich bin in Gefangenschaft und in einem Container gefangen, auf dem ich nur auf dünnen Platten der ätzenden Säure umgehe, die den Boden fast komplett bedeckt. Ich sehe, wie andere Gefangene bei Berührung damit, sich nach und nach auflösen.


In einem unbemerkten Moment, wo die Wachen nicht hinsehen, springe ich auf das Seil und klettere mit einer horrenden Mengen Währung (bunte Plättchen) bis ganz nach oben zur Decke einer Kuppel, wo ich von dem Seil wieder in die obere Welt zu meinen Komplizen gelange, dort nach deren Zeitgefühl aber nur ein paar Sekunden gefehlt habe. Ich verstehe nun, daß diese Würfelstruktur-Menschen versuchen werden, ihre Macht auszuweiten, auch in die obere Welt. Nun ergibt auch Sinn, wieso ich die schon vorher hier gesehen habe.


Ich suche nun einen Weg diese Machtübernahme zu verhindern, und finde heraus, daß der König dieser Unterwelt sich durch Feuer getötet hat, weil er nicht aus Rumänien stammt, wie behauptet, sondern aus Siebenbürgen/Transsylvanien, wie Graf Dracul, der hinter allem steckt. Wir machen uns auf dem Weg dahin, weil er nun wohl dort ist...



Ich verfolge die C.-Berichterstattung, auch die von Alternativen Medien, schon seit längerer Zeit nicht mehr, aber mir kommt es so vor als sei dieser Traum ein wenig die Beschreibung des Lebens unter der Maskendiktatur, denn diese Dinger sehe ich ja durchaus praktisch jeden Tag und mein Erschrecken darüber hat nie abgenommen. Die Maske ist DAS Zeichen dieser Fassaden-und-Konturlos-Menschen, die nun ihrem Wahn freien Lauf lassen, und jeden in ihr Untergrund-Welt-Dasein hinabziehen wollen.


Das habe ich vor allem dadurch gemerkt, daß es auch Leute gibt, die mittlerweile über diese ganze Verrücktheiten nur noch lachen können, es auch nicht mehr wirklich glauben, wie ich in manchen Gesprächen mitbekomme, was mich freut, da sie keiner Angstmache verfallen sind. Dennoch ist so mein Gefühl, wird das nicht verhindern können, daß dieser Kult sich mehr und mehr ausbreiten wird und kein lebendes, freie Wesen verschonen wird, so unangenehm das werden kann.


Es ist zwar durch die Masken und die vielen Verbote schon jetzt recht ärgerlich, aber das sind ganz klar erst moderate, seichte Anfänge. Im Gros geht es den meisten noch sehr gut. Ich weiß natürlich nicht, was hier noch passieren wird, aber die Logik ist definitiv die, daß diese Zivilisation, so, wie wir sie jetzt haben, den Bach runtergehen muß. Wir haben es hier nämlich mit einer Kultur zu tun, die durch Christentum, genauso wie durch die alten Naturwissenschaften keinen Sinnhorizont mehr bietet und einfach gesagt: Bereits schon länger am Ende ist. Da hilft auch keine C.-Aufklärung, die ja vor allem von Christen betrieben wird, die in ihrer Rückwärtsgewandtheit erst recht keine sinnvolle Alternative zu bieten haben.


Wie schon in dem Film One Flew Over The Cuckoo's Nest sehr schön gezeigt, ist alles, was diese Kultur samt Staat zu bieten hat auch eine institutionalisierte Überstruktur, die gar nicht mehr wissen will, was ihr eigentlicher Zweck ist: Dem Menschen zu dienen. Stattdessen hat sie ein Eigenleben entwickelt, dem sich nun jeder anheimzustellen hat, ob er will, oder nicht, ob er sich damit wohlfühlt, oder nicht. Gefragt wird hier keiner mehr, und Besinnung darauf, ob das überhaupt sinnvoll ist, was da beschlossen wird, sowieso nicht. Ähnlich wie in der psychiatrischen Anstalt im Film, werden sogar Ansätze, die Heilung bewirken, bekämpft, da sie den etablierten Standard gefährden. Dieser verspricht zwar Heilung, oder gibt aus, das anzustreben, richtet in der Realität aber nur Schaden an, weil die Situation des Einzelnen nicht mehr gesehen wird, sondern nur noch das Forstbestehen des Status quo das ist, was Priorität hat (es hängen ja auch Jobs daran usw.).


Was du machen kannst: Genau wie ich aus dieser Unterwelt klettern, dabei natürlich soviel Währung einzustecken, wie du nur kannst, denn es ist völlig legitim aus dieser Gesellschaft den maximalen Profit mitzunehmen. Anders als im Traum kann ich aber diese festgefahrenen Machtstrukturen nicht auflösen. Nicht nur kann ich das nicht: Es ist sowieso nicht meine Aufgabe im Leben.


Wir haben als Menschen nicht die Aufgabe einem übergeordneten Sinn, einem Land, einer Gemeinschaft zu dienen. Das ist nicht das, was wir hier zu tun haben. Unter dem Aspekt zeigt sich auch, daß selbst jemand wie Goethe diesem Irrtum verfallen ist, der ja davon ausging, daß dadurch deinem Leben ein äußerer Sinnhorizont gegeben wird, du dich durch Einbettung in ein größeres Ganzes verwirklichen könntest. Aber auch hier sieht man: Einer der größten Menschen, die diese Kultur hervorgebracht hat, kommt einem mit so einem Mist, also was soll ich von all den anderen halten, die ebenso hier gewirkt haben?


Edel sei der Mensch,

Hilfreich und gut!

Denn das allein

Unterscheidet ihn

Von allen Wesen,

Die wir kennen.

- Goethe in Das Göttliche (1783)


Das ist eben auch der Unterschied zu einem Mystiker: Der orientiert sich auf keine Anderen. Der Mystiker hilft nicht und will auch nicht gut sein. Für wen nämlich? Was hat er davon? Ja, er kann sicher auch beitragen, aber er tut das nicht, weil er damit einer Kultur verhilft, oder weil es ihm als besonders ehrenvoll oder nächstenliebend vorkommt, sondern weil ihn im Moment etwas juckt und wichtig erscheint; mehr nicht. Andere spielen da nur insofern eine Rolle, als daß sie als Energieverstärker wirken können, indem die Aufmerksamkeitsenerige intensiver wird. Das war es aber auch schon.


Auch jemand wie Goethe hat also offenbar seine Relation zur Umgebung nicht abgeklärt, was verrückt klingt, wenn ich das sage, aber es ist so. Dieser Mensch war nicht frei, und konnte andere auch nicht dahin führen, weil er sich immer als Zubringer zu einer Umwelt gesehen hat. Alles, was da ein Einzelner an Selbstverwirklichung erlebt, ist schließlich nur zum Teil für ihn, zum Teil soll davon ja die Umgebung auch mit davon profitieren, was völlig falsch gedacht ist. Es muß niemand anderes, als du selber profitieren! Dieses Leben ist einzig und alleine für dich da, und jeder, der dir was anderes einredet ist in Wahrheit ein Schwerverbrecher, der dir den Wert deines Goldschatzes schlechtschwatzen will, dir sagt, du hättest den zu teilen (obwohl eigentlich jeder auf seinem eigenen Schatz sitzt, davon aber so gut wie niemand mehr etwas wissen will).


Dieser Schatz ist deine Anwesenheit, die du alleine genießen kannst. Kein anderer kann das für dich tun. Und keinem anderen kannst du diese Dankbarkeit darüber abnehmen, indem du "hilfst". Wer vergißt, daß er auf einem Millionenjackpot sitzt und woanders nach Lösungen sucht, noch etwas von anderen will, der ist nichts weiter als ein jämmerlicher Volltrottel.


Jemand, der weiß, daß er diesen Jackpot hat, der hat ihn 1. nicht zu teilen, so wie die Moral das fordert, und hat 2. vielleicht von selber den Impuls, etwas von seinem Reichtum teilen zu wollen, aber dann freiwillig und nur dann, wenn es in einem Akt echter Anteilnahme geschieht. Ich kann so z. B. einem Menschen, der sich auf der Straße verletzt wieder auf die Beine helfen, wenn ich zufällig in der Gegend bin. Oder jemandem unter die Arme greifen, der Hilfe beim Tragen braucht. Das sind dann aber spontane Impulse aus dem Herzen und kein vorgefertigtes, aufgezwungenes, eingefordertes Ein-Guter-Mensch-sein-Postulat könnte das jemals ersetzen.



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