Sich hier so lange es noch geht eine gute Zeit machen

Nur das kann die Devise sein angesichts des sich abzeichnenden Verfalls, der hier mitverfolgt werden kann. Was hier auf die Menschen zukommt ist nämlich nicht besonders aussichtsreich, so pessimistisch das auch wirken mag, aber die Zeichen sind eindeutig, deuten auf Elend und Vernichtung. Zu verdächtig scheint gerade die Ruhe, während sich am Horizont bereits gigantische, dunkle Wolkentürme aufbauen, um sich in einem heftigen Sturm zu entladen.

Damit wird sofort klar: Jetzt ist die Zeit zu leben! Nicht irgendwann. Auch nicht groß Pläne zu schmieden, sondern jetzt für größtmögliche Klarheit zu sorgen, weil im späteren Chaos wird das nur umso schwerer, wenn nicht unmöglich.

Zu riechen, zu schmecken, zu fühlen, mit dem ganzen Sinnen in der Gegenwart anzukommen ist daher umso dringlicher. Das, was gerade in der Welt abläuft (C-Diktatur, Inflation, Krieg), unterstützt das sogar, weil damit die Vorstellung einer rosigen Zukunft wegfällt und damit die Bedeutung des Hier und Jetzt wächst.

Selbst wenn irgendwann alles zusammenbricht, hier alles in Trümmern liegt oder ich mit dem Tod konfrontiert bin, so hatte ich bis dahin wenigstens eine erfüllende Zeit, für die ich nur dankbar sein kann. Natürlich wäre eine kulturelle Perspektive erfreulich, in der eigene Projekte oder Kinder nicht durch das ständige Damoklesschwert dieser kranken Gesellschaft bedroht wären, aber wenn man es genau betrachtet, bin ich bereits der Keim jedweder Perspektive, wenn ich bei mir bin, da ich dann bereits die Antwort ausstrahle und die in alles fließt, was ich tue. Das kann ja auch eine kaputte Umwelt nicht verhindern, so sehr sie das auch versucht. Und es gibt ja auch intelligentere Menschen, wie auch Natur und Tiere, die intakt sind und mit denen die eigentliche Wirklichkeit geteilt wird. Auf die kann sich mit ganzem Herzen orientiert und alles andere getrost sich selber überlassen werden.