2016: Als Cremes mit Nanopartikeln noch als gefährlich galten

Das sollte man gelesen haben!


Nanopartikel in der Sonnencreme – sind sie gefährlich?, (Beyer & Söhne), April 2016


Im Jahre 2013 haben wir diesen Artikel das erste Mal veröffentlicht. Damals haben wir die Verwendung von Nanopartikeln als unbedenklich bewertet. Der Aktualisierung liegen nun weitere Studien zugrunde. Entscheidend in der neuen Einschätzung war einmal mehr die Frage: „Würden wir unser Kind mit Nanopartikeln cremen?“. Unsere klare Antwort lautet: „Nein.“.


Wenn Cremes mit Nanopartikeln schon so klar abgelehnt wurden, was soll man dann dazu noch sagen, daß die heute direkt in die Blutbahn gespritzt werden? Welche Studien sollen denn plötzlich aus dem Hut gezaubert worden sein, die all die Risiken vom Tisch fegten und nun genau das Gegenteil behaupten?


Bei zarter Babyhaut sollte in jeden Fall auf Nanopartikel verzichtet werden. Auch empfehlen wir Puder- und Sprayprodukten, die Nanopartikel verwenden, generell zu meiden. Nanoteilchen dürfen nämlich auf keinen Fall eingeatmet werden.


Und heute werden selbst Schwangere damit injiziert. Kann ja nicht schaden, so weiß man.


Das Problem mit Nanopartikeln ist, daß sie unter keinen Umständen in den Körper gelangen sollten. Sie müssen in der obersten Hautschicht (Stratum Corneum) bleiben und dürfen nicht in den Kreislauf übergehen. Die aktuelle Forschung ist sich über die kleinen Teilchen noch nicht ganz einig.


All die Bedenken, Zweifel und Unsicherheiten gegenüber Nanopartikeln, die noch vor wenigen Jahren berechtigterweise aufkamen, werden heute als Unsinn verklärt und abgetan. Woher aber nun die plötzliche Überzeugung, diese unerschütterbare Gewißheit, daß alles völlig gesund ist und einwandfrei billionenfach in die Organismen gespeist werden kann?


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Auch:


2009: Als das Umweltbundesamt noch vor Nanopartikeln warnte (spiegel.de), 21.10.2009


Im Tierversuch seien die Teilchen bis in den Kern von Körperzellen gewandert und hätten dort die Erbinformation (DNA) geschädigt. Zudem gebe es Hinweise, daß Nanoröhrchen aus Kohlenstoff bei Tieren Erkrankungen auslösen können, die jenen von Asbestfasern ähnlich sind.


Auch das scheint heute keinen mehr zu interessieren.


Den Unterschied Einatmen und Injizieren halte ich für irrelevant, denn Letzteres ist sogar ein weit massiveres Aussetzen des Organismus gegenüber den Partikeln, denn sie werden direkt ins Blut gegeben, müssen nicht erst über die Lungenkapillaren aufgenommen werden.